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PERSÖNLICHKEITEN
ÖTZI
Vor über 5.000 Jahren stieg ein Mann in die eisigen Höhen der Schnalstaler Gletscher und kam dort um. Im Jahr 1991 wurde er zufällig gefunden: mitsamt seiner Kleidung und Ausrüstung, mumifiziert, gefroren - eine archäologische Sensation und eine einzigartige Momentaufnahme eines kupferzeitlichen Menschen.
Nach mehrjährigen Untersuchungen durch hochspezialisierte Forschungsteams sind die Mumie und ihre Beifunde seit März 1998 im Südtiroler Archäologiemuseum der Öffentlichkeit zugänglich.
Auf Ötzis Spuren: der ArcheoParc in Schnals
Der ArcheoParc befindet sich in 1.500 m Meereshöhe in der Ortschaft „Unser Frau“ (im Schnalstal). Dieser ist etwa 20 Autominuten von Naturns entfernt. „Unser Frau“ liegt direkt im Tal unterhalb der allseits bekannten Ötzifundstelle. In diesem Archäologiepark mit Freigelände erfahren Sie, wie man zu Ötzis Zeiten lebte. Das Hauptaugenmerk wird auf die damalige im Schnalstal ansässige Bevölkerung gerichtet. Ein Erlebnis der besonderen Art! Spezielle Veranstaltungen, Führungen und Kurse für Erwachsene, Kinder und Jugendliche verhelfen Ihnen zu einem leichteren Begreifen, und zur Selbsterfahrung der Lebensgewohnheiten der urgeschichtlichen Menschen.
Oswald von Wolkenstein: Dichter und Haudegen
Die derbe Sprache und die sehr persönliche Färbung seiner Lieder machten Oswald zu einem der berühmtesten Dichter Südtirols. Oswald war Abenteurer, Dichter, Diplomat und Politiker. Den geniale Einzelgänger, 1377 auf Burg Schöneck in Pustertal geboren, zog es bereits in Kindesjahren in die Welt.
„Es fuegt sich da ich was von zehen Iaren alt. Ich wolt besehen, wie die Welt wär gestalt.“
Erst um 1400, nach dem Tod seines Vaters, kehrte Oswald wieder nach Tirol zurück und zog auf die Burg Hauenstein. Der Reisende nahm immer wieder an Feldzügen teil, reiste im gefolge von König Sigmund nach Frankreich und nahm an der Eroberung der Stadt Ceuta in Marokko teil. Zuhause zerstritt er sich mit seinen Brüdern und musste aufgrund von allerlei Fehden – unter anderem mit den Tiroler Landesfürsten – immer wieder in den Kerker wandern. Auch aus kirchlichen Angelegenheiten hielt sich der Dichter nicht heraus: 1429 gab er dem damaligen Bischof von Brixen Ulrich Putsch einen Faustschlag und mischte sich gehörig in den Streit zwischen Bischof und dem Domkapitel.
Oswald verstand es sein überaus ereignisreiches Leben in seinen Liedern humorvoll sowie geistreich zu verpacken und sorgte mit der Veröffentlichung zweier Prachtschriften auch dafür, dass sein Leben nicht vergessen würde.
1445 starb Oswald in Meran. Er wurde im Brixner Dom beigesetzt.
Walther von der Vogelweide
Walther von der Vogelweide, der bedeutendste und mit einer Überlieferung von rund 500 Strophen in über 110 Tönen bzw. von 90 Liedern, 150 Sprüchen und einem Leich, der erfolgreichste Minnesänger und Spruchdichter des Mittelalters , nur in einer einzigen urkundlichen Erwähnung fassbar: der Passauer Bischof Wolfger von Erla schenkte ihm am 12. 11. 1203 "5 Solidi longi" für einen Pelzrock. Sein Geburtsdatum um 1170 ist nicht sicher erwiesen, ebenso ist sein Stand ungewiss. Aus seinem Werk kann erschlossen werden, dass er zunächst in Wien als Minnesänger wirkte, nach dem Tod von Herzog Friedrich I. (1198) fahrender "Berufsdichter" wurde und an verschiedenen Fürstenhöfen (Thüringen, Meißen, Köln, Bayern, Passau, Kärnten ) auch als Spruchdichter in Erscheinung trat. In der Gattung der Spruchdichtung erzielte Walther seine größten literarischen Leistungen und erschloss darin die hohe Politik und die Religion als Themen. In den politischen Sprüchen dominiert die Reichsthematik (Frage nach dem richtigen Herrscher), der Einfluss des Papstes wird heftig angegriffen. Auch die religiösen Sprüche und Lieder ( zum Beispiel Palästinalied) beeindrucken durch ihre poetische Gestaltungskraft. Als Minnesänger setzte sich Walther von der Vogelweide zunächst mit der geistig- gesellschaftlichen Bedeutung der Hohen Minne (unerfüllbare Liebe zu einer hoch stehenden Dame) auseinander, in seiner Wiener Zeit stand er in Konkurrenz mit Reinmar dem Alten. In den so genannten Mädchenliedern ("Unter der linden" und "Nemt frowe disen kranz") entwickelte er ein Gegenkonzept der Niederen Minne (erfüllbare bzw. erfüllte gegenseitige Liebe), um schließlich eine Synthese aus ideellem Anspruch und geglücktem Liebeswerben in der so genannten Ebenen Minne zu suchen. Damit öffnete Walther dem Minnesang neue ästhetische Wege. Das eindruckvollste Zeugnis für seine Künstlerpersönlichkeit gibt sein relativ klar abgrenzbares Alterswerk ab, allem voran die so genannte "Elegie" ("Owê war sint verswunden alliu mîniu jâr"), die zu den bedeutendsten Texten der deutschen Literatur zählt. Walther muss den Nachrufen mittelalterlicher Dichterkollegen gemäß um 1230 in Würzburg ( Deutschland ) gestorben sein, wo er zuletzt ein kleines Lehen innehatte.
Michael Pacher
Geboren um 1435 in Bruneck, gestorben 1498 in Salzburg, Maler und Bildschnitzer, Hauptmeister der österreichischen Spätgotik mit Einflüssen der Renaissance , urkundlich ab 1462/63. Um 1467-96 Bürger und Meister einer bedeutenden Altarwerkstätte in Bruneck, 1496-98 in Salzburg nachweisbar. Berührungen mit der Kunst des Oberrheins, Norditaliens (F. Lippi, J. Bellini, A. Mantegna, Donatello) und Schwabens (H. Multscher). Schuf um 1470 mit Friedrich Pacher Fresken in der Stiftskirche St. Paul im Lavanttal ( Kärnten ), in Neustift bei Brixen und Innichen (beide Südtirol ). Besondere Bedeutung erreichte Pacher durch seine Altarwerke 1460-80: den Laurentiusaltar für St. Lorenzen bei Bruneck (Teile davon in der Alten Pinakothek in München und in der Österreichischen Galerie Belvedere in Wien), den Marienaltar für Gries bei Bozen (1471-75, zum Teil erhalten) und den Kirchenväteraltar für Neustift bei Brixen (vor 1483, Alte Pinakothek). Von seinem letzten, dem für die Salzburger Franziskanerkirche geschaffenen Hochaltar (1495-98), sind nur Teile, unter anderem die Marienfigur ( so genannte Pacher-Madonna), erhalten. Die Kunst des gotischen Flügelaltars erreichte ihre Vollendung im Hochaltar von St. Wolfgang im Salzkammergut ( Oberösterreich , 1471-81), einem Gesamtkunstwerk aus Architektur, Plastik und Malerei, das eine neue Vorstellung von Raum und Monumentalität bezeugt, die in den rundplastischen Schreinfiguren, die organisch in den architektonischen Umraum eingebunden erscheinen, sichtbar wird. Während seine Plastik noch teilweise auf tradierte alpenländische Formen zurückgreift, ist die Malerei deutlicher von oberitalienischen Einflüssen geprägt. In den Tafelbildern bestimmen plastische Figuren und ihr Verhältnis zur lichterfüllten, in einer Perspektive mit tiefem Augenpunkt konstruierten Architektur seinen Stil. Er beeinflusste nachhaltig die Bildkunst der österreichischen und süddeutschen Spätgotik im Übergang zur Renaissance.
Paul Troger

Am 30. 10. 1698 in Welsberg (Zell) im Pustertal ( Südtirol ) geboren, am 20. 7. 1762 in Wien gestorben, Fresken- und Tafelmaler. War einer der Hauptmeister der österreichischen Malerei im Spätbarock, hielt sich zu Studienzwecken längere Zeit in Italien auf, war 1726-28 in Salzburg (Deckenfresko der Kajetanerkirche, 1728), dann in Wien tätig, wo in der Deckenmalerei allerdings J. M. Rottmayr und D. Gran dominierten. Troger etablierte sich sehr bald als bevorzugter Freskant der niederösterreichischen Klöster, häufig in Zusammenarbeit mit dem Architekten J. Munggenast. 1753-59 übernahm er die Malklasse an der Akademie der bildenden Künste in Wien, 1754-57 war er deren Rektor und beeinflusste zahlreiche bedeutende Maler der nachfolgenden Generation. Auf oberitalienische und süddeutsche Traditionen aufbauend, schöpfte Troger in der Deckenmalerei das Prinzip des Illusionismus voll aus und setzte Licht und Farbe gezielt für symbolisch - allegorische Zwecke ein (Stiegenhaus in Stift Göttweig, 1739). Seine Ideen und Ausführungen ( zum Beispiel die Fresken in der Stiftskirche Altenburg, unter Mitarbeit seines Schülers J. J. Zeiller) zählen zu den Höhepunkten der barocken Freskomalerei im deutschsprachigen Raum. Nach 1752 schuf Troger nur noch Staffeleibilder.

Andreas Hofer: Südtirols Freiheitskämpfer

Nach 1806 stand Tirol infolge der Niederlage Österreischs gegen die Bayern unter bayrischer Herrschaft. Massive Eingriffe in das religiöse Leben der tiefgläubigen Tiroler sorgten damals für großen Unmut und mehreren Revolten. Schließlich führte die Zwangsaushebung von Rekruten zum Aufstand 1809.
Andreas Hofer war Anführer der antibayrischen Bewegung und konnte gleich dreimal die bayrisch-französischen Truppen zurückschlagen, unter anderem während der in die Geschichte eingegangenen Bergiselschlacht. Nach späteren, wenig erfolgreichen Aufrufen zum aktiven Widerstand gegen die Besatzer, musste Hofer fliehen und wurde von einem seiner Gefährten, Franz Raffl, verraten.
In Mantua wurde der Tiroler Freiheitskämpfer 1810 erschossen. Die Tiroler Landeshymne „Zu Mantua in Banden“ leitet sich vom Tod Andreas Hofers in Mantua ab.
 
Peter Mitterhofer

Peter Mitterhofer erlernte im Hause seines Vaters das Tischler- und Zimmermannhandwerk. Nachdem er lange Zeit daheim gearbeitet hatte, begab er sich auf die Handwerkerwalze, wobei er bis zu seinem 40. Lebensjahr u. a. Österreich, Deutschland, Holland und Frankreich bereiste. Neben seiner Arbeit als Zimmermann trat der sehr musikalische Mann auch als Sänger und Bauchredner auf, und fertigte auch einige Musikinstrumente selbst. In dieser Zeit erfand er auch eine Schubkarre, die sich sehr einfach in eine Rückentrage umfunktionieren ließ, sowie eine Waschmaschine. Ab 1864 begann Mitterhofer mit der Entwicklung einer Schreibmaschine. Seine erste Maschine, das „Wiener Modell 1864“, blieb unvollendet. Es sollte offensichtlich nur als Versuch dienen und befindet sich heute im Technischen Museum Wien. Die zweite Maschine, das „Dresdener Modell“, steht heute in den Technischen Sammlungen der Stadt Dresden. Sie besitzt im wesentlichen die gleichen Konstruktionsmerkmale des ersten Modells, und ist hauptsächlich aus Holz gefertigt, nur für Typenkorb und die Typen wurde Metall verwendet. Die Typen dieser ersten Modelle waren aus abgebrochenen Nadeln zusammengesetzt und perforierten das Papier. Mit dem zweiten Modell machte sich Mitterhofer Ende 1866 auf den Weg nach Wien, um bei Kaiser Franz Joseph eine Unterstützung zur Vervollkommnung der Erfindung zu erhalten. Im dritten Modell, das verschollen ist, wurde erstmals eine Schreibwalze eingebaut. Nummer 4 war das „Meraner Modell 1866“. Es wurde aus Metall gefertigt, und erstmalig wurde mit Umschaltung für große und kleine Buchstaben sowie Ziffern gearbeitet. Die fünfte Maschine, das „Wiener Modell 1869“, ist mit Volltastatur und Walze sowie mit Lettern als Typen ausgestattet und stellte bereits eine gebrauchsfähige Schreibmaschine dar. Sie wurde für 200 Gulden, die zweite verbesserte Schreibmaschine für 150 Gulden gekauft, und als Geschenk von Kaiser Franz Joseph I. in die Modellsammlung des Polytechnischen Institutes aufgenommen. Seine zwei Reisen nach Wien zur Präsentation seiner Erfindungen unternahm Mitterhofer zu Fuß. Nachdem die kaiserlichen Gutachter den Wert seiner Erfindung nicht erkannten, verlor Mitterhofer das Interesse an einer Weiterentwicklung; er machte auch keine Versuche, seine Erfindung zu vermarkten. Mitterhofer erlebte noch den Erfolg der in USA von Christopher Latham Sholes hergestellten Schreibmaschinen, ohne jedoch Anteil daran zu haben. Am 27.08.1893 verstarb er verbittert. Das 1998 in Partschins errichtete Schreibmaschinenmuseum Peter Mitterhofer zeigt eine von Kurt Ryba aus München zusammengetragene Sammlung von Schreibmaschinen aus aller Welt und gibt mit ihren über 2.000 Exponaten einen Einblick in deren Entwicklungsgeschichte bis zur Ablösung durch den Computer.

Emma Hellenstainer – Die berühmteste Wirtin Tirols

Frau Emma war nicht nur Pionierin der Südtiroler Gastwirtschaft, sondern auch die erste Frau im Alpenverein.
1817 wurde Emma Hausbacher in St. Johann in Tirol geboren. Sie heiratete den Adlerwirt Josef Hellenstainer in Niederdorf und verhalf dem kleinen Gastbetrieb zum Kultstatus. Der Schwarze Adler wurde bald zu einem bekannten Anziehungspunkt und erhielt den Namen "Hotel Emma". Frau Emma verfeinerte die bodenständige Pustertaler Kost durch die Einführung der gehobenen Standards der Biedermeierküche und verbesserte die Ausstattung der Zimmer. Ihren später legendär gewordenen Ruf erwarb sie durch ihre Qualitäten als charmante und liebenswerte Gastgeberin. Auf ihre Anregung hin wurde 1869 die Alpenvereinssektion Niederdorf gegründet, einer der ersten Alpenvereine im damaligen Österreich. Sie selbst war Mitglied, als erste Frau überhaupt.
Bergsteigen galt für Frauen damals als sehr unschicklich.
Auch Ihre fünf Töchter und zwei Söhne waren vom Tourismus begeistert. Eduard erbaute 1897 am Pragser Wildsee ein Hotel und Sohn Hermann eröffnete 1907 in Meran das „Hotel Emma“, das bald Flaggschiff der Meraner Hotellerie wurde. Dieser Jugendstilbau ist auch architektonisch interessant, da er doch als eines der ersten europäischen Bauwerke gegossene eisenarmierte Betonelemente verwendete. Auch das Hotel „Stadt München“ in Meran und die „Post“ in Neuspondinig gehörten zum weit verzweigten Familienbesitz.
Frau Emma verstarb 1904 in Meran.

Luis Trenker

Der Bergsteiger, Architekt, Schauspieler, Filmemacher und Buchautor Luis Trenker wurde am 4. Oktober 1892 in St. Ulrich im Grödnertal geboren. Schon früh entdeckte er seine Leidenschaft für die Berge und arbeitete als Skilehrer und Bergführer. Er studierte Architektur und diente im ersten Weltkrieg als Offizier einer Bergführerkompanie. Nach dem Krieg wurde er 1924 zunächst als alpiner Berater, danach als Hauptdarsteller in dem Film „Berg des Schicksals“ engagiert. Es folgten danach Hauptrollen in den Filmen „Der heilige Berg“ – 1925 mit Leni Riefenstahl und 1927 „Der große Sprung“. Nach 1927 arbeitete Trenker selbstständig und drehte eigene Filme, in denen er sowohl das Drehbuch schrieb, als auch die Hauptrolle spielte. 1928 feierte er einen großen Erfolg mit seiner ersten eigenen Produktion, der Stummfilm „Der Kampf ums Matterhorn“, dem weitere ebenso erfolgreiche Tonfilm - Produktionen folgten: „Berge in Flammen“ – 1931, „Der verlorene Sohn“ – 1934, „Der Kaiser von Kalifornien“ – 1936, „Der Berg ruft“ – 1937 sowie „Liebesbriefe aus dem Engadin“ – 1938.
Nach dem Krieg realisierte Trenker eine Reihe von Dokumentarfilmen, deren zentrales Thema auch hier der Berg und seine atemberaubende Schönheit sind. Ab 1949 drehte er erneut Spielfilme, unter anderen auch „Duell in den Bergen“ – 1949, „Flucht in die Dolomiten“ – 1955, „Wetterleuchten um Maria“ – 1957, „Sein bester Freund“ – 1962. Danach widmete sich Luis Trenker weiterhin den Dokumentarfilmen, die allesamt die Schönheit und den Zauber der Bergwelt widerspiegeln: „Zwei Wege, ein Gipfel“ – 1965, „Der Tagesablauf eines Bergpfarrers“ – 1968, „Erlebnisse am Matterhorn“ – 1971 und „Liebeserklärung an Südtirol“ – 1976. Trenker wurde aber nicht nur als Schauspieler und Filmemacher bekannt. Auch als Schriftsteller und Publizist machte er sich einen Namen. In seinen letzten Lebensjahren engagierte sich der Bergliebhaber verstärkt für den Umweltschutz.
Am 12. April 1990 starb der 97-jährige Luis Trenker in Bozen.

Giorgio Moroder (*1940)

Ist ein Südtiroler Produzent und Komponist. Er ist der Neffe von Luis Trenker und gilt als Erfinder der Synthesizer-Disko-Musik.Giorgio Moroder arbeitete mit zahlreichen Stars des Musikgeschäfts zusammen, beispielsweise mit den Sparks, Elton John, Three Degrees, David Bowie, Phil Oakey, Freddie Mercury, Blondie, Barbra Streisand, Pat Benatar, Roger Daltrey, Chaka Khan, Cher. Er remixte u. A. Musik der Eurythmics und Heaven 17. Ihm wurden drei Oscars, drei Grammys und vier Golden Globs verliehen. Heute lebt er in Los Angeles und verbringt den Urlaub in seinem Haus in Gröden.

n. c. kaser, eigentlich Norbert Conrad Kaser (*19.04.1947 - 1978)

Er war rebellischer Dichter und Begründer der neuen Südtiroler Literatur der Nachkriegszeit, der weit über die Südtiroler Grenzen bekannt wurde. Kaser zeichnet sich durch eine originelle Sprache und Kleinschrift, sowie durch eine seziererisch genaue Beobachtungsgabe aus.

Alexander Langer (1946 - 1955)

Alexander Langer setzte sich Zeit seines Lebens für Kommunikation und die Verständigung, besonders in den siebziger Jahren sehr deutlich, übertreibenden Polarsierung zwischen Deutschen und Italienern ein. Mitte der achtziger Jahre war Langer am Aufbau der Partei der italienischen Grünen maßgeblich beteiligt, als deren Vertreter er 1989 und 1994 in das Europaparlament gewählt wurde.

Reinhold Messner

Reinhold Messner, 1944 in Südtirol geboren, bestieg bereits als 5-Jähriger in Begleitung seines Vaters den ersten Dreitausender. Nach seinem Technik-Studium arbeitete er kurze Zeit als Mittelschullehrer, ehe er sich ganz dem Bergsteigen verschrieb. Ein Leben als Grenzgänger folgte. Seit 1969 unternahm er mehr als hundert Reisen in die Gebirge und Wüsten dieser Erde und schrieb vier Dutzend Bücher. Ihm gelangen viele Erstbegehungen, die Besteigung aller 14 Achttausender, die Durchquerung der Antarktis und der Wüsten Gobi und Takla Makan sowie die Längsdurchquerung Grönlands. Im Gegensatz zu modernen Abenteurern geht es Reinhold Messner weniger um Rekorde als vielmehr um das Ausgesetztsein in möglichst unberührten Naturlandschaften und das Unterwegssein mit einem Minimum an Ausrüstung. Er folgte dem von Albert Frederick Mummery proklamierten „By fair means“ am Nanga Parbat, Fridtjof Nansens “Ruf des Nordens” ins Packeis der Arktis und durchquerte die Antarktis über den Südpol nach einer Idee von Ernest Henry Shackleton. Den Möglichkeiten des Kommunikationszeitalters setzt er sein Unterwegssein als Fußgänger gegenüber und verzichtet auf Bohrhaken, Sauerstoffmasken und Satellitentelefon – ein Anachronismus zwar, der aber der Wildnis ein unerschöpfliches Erfahrungspotential bewahrt. Zwischen seinen Reisen lebt Reinhold Messner mit seiner Familie in Meran und auf Juval in Südtirol, wo er Bergbauernhöfe bewirtschaftet, schreibt und museale Anlagen entwickelt. Als Kommentator im Fernsehen sowie als Vortragsredner ist er von Alpinisten, Touristikern, Wirtschaftsführern weltweit begehrt. Im Anschluss an sein Mandat als EU-Abgeordneter kann sich Reinhold Messner nun mehr seinem Projekt Messner Mountain Museum (MMM) widmen.

Grenzgänger, Autor, Bergbauer, MdEP von 1999 bis 2004; geboren am 17. September 1944 in Südtirol, Italien; Geometer-Schule in Bozen, Studium in Padova; Vorträge in ganz Europa, USA, Japan, Australien, Südamerika, usw.; Dokumentarfilme; diverse Artikel in STERN, SPIEGEL, GEO, EPOCA, ESPRESSO, NATIONAL GEOGRAPHIC, usw.; Literaturpreis „ITAS“ (1975), „Primi Monti“ (1968), „DAV“ (1976/1979), „Donauland“-Sachbuchpreis (1995), „CONI“ (1998), „BAMBI“ Lifetime Award (2000), „Pangea Foundation (2001), Umweltpreis „Acquiambiente“ (2002), „ITAS“ (2002),“Dolomiti-Superski (2002), internat.Preis der Sociedad Geográfica Española (2005); Auszeichnungen in Italien, Nepal, Pakistan, Frankreich, USA; 50 Buchveröffentlichungen (in ein Dutzend Sprachen übersetzt). Reinhold Messner gehört seit 30 Jahren zu den erfolgreichs-ten Bergsteigern der Welt. Er hat bei 3500 Bergfahrten etwa 100 Erstbesteigungen durchgeführt, alle 14 Achttausender bestiegen, zu Fuß die Antarktis, Grönland der Länge nach, Tibet, die Wüsten Gobi und Takla Makan durchquert.

Gustav Thöni (*1951)

Der Slalom- und Riesenslalom-Spezialist gehörte in den 1970er Jahren zu den erfolgreichsten Rennläufern überhaupt. Er gewann vier Mal die Gesamtwertung des Skiweltcups und 24 Weltcuprennen, wurde vier Mal Weltmeister und gewann bei Olympischen Spielen drei Medaillen (eine goldene und zwei silberne).

Hans Kammerlander

Hans Kammerlander wurde als sechstes Kind einer Bergbauernfamilie am 06.12.1956 in Ahornach / Südtirol geboren und ist dort wohnhaft. In seiner frühen Jugend begann er die Berge seiner näheren Umgebung zu erklettern. Später folgten die Dolomiten, die großen Wände der Alpen und die hohen Berge der Welt. Insgesamt stand Hans Kammerlander auf 13 Achttausendern. Sieben davon bestieg er zusammen mit Reinhold Messner. Hans Kammerlander ist staatlich geprüfter Berg- u. Skiführer. Hans Kammerlander kann zahlreiche Fernsehauftritte bei: ARD – ARTE – FOCUS TV – HR – RTL – SAT1 – SW – VOX – WDR –ZDF – ORF – RAI – CHINA TV, sowie Bildveröffentlichungen in BUNTE – STERN – SPIEGEL – QUICK – PLAYBOY – DIE ZEIT etc. vorweisen.
Er hält jährlich zahlreiche Dia - Vorträge im
In- und Ausland und ist Berater verschiedener Ausrüstungsfirmen im Bergsport.

Zur Zeit sind folgende Erlebnisbücher von Hans Kammerlander erhältich: „ABSTIEG ZUM ERFOLG“, „BERGSÜCHTIG“ – (beide Piper-Verlag), „UNTEN UND OBEN“ (Malik Verlag), „AM SEIDENEN FADEN“ (Malik Verlag) sowie verschiedene Video Cassetten. 2002 „Internationales Jahr der Berge“: Auszeichnung in Berlin zum „Offiziellen Botschafter der Berge“. 2002 Auszeichnung mit dem „Rotary-Preis“:Die Vergabe verfolgt den Zweck, eine Persönlichkeit, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet hat, die vor allem mit den Provinzen Trient und Südtirol und deren Bevölkerung zusammenhängen, auszuzeichnen.

Sterzing ist auch die Heimat berühmter Persönlichkeiten wie des Geschützgießers Peter Löffler aus der Zeit Kaiser Maximilians, des Hofopernsängers Anton und des Burgschauspielers Friedrich Mitterwurzer, des Historikers Josef Hirn, des Dramaturgen Karl Domanig und der Schriftstellerin Maria Domanig, des Führers der Bauernrebellion des Jahres 1525 Michael Gaismair, des Komponisten Baptist Gänsbacher.

Isolde Kostner (*1975)

In ihrer Karriere erreichte sie schon 15 Siege (12 Abfahrten, 3 Super-G) und 50 Podiumsplätze bei Weltcuprennen. Ihre Spezialität waren die schnellen Disziplinen. So wurde sie zweimal (1996 und 1997) Weltmeisterin im Super-G, gewann zweimal den Abfahrts-Disziplinenweltcup (2001 und 2002) sowie drei Medaillen bei Olympischen Spielen.



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